Behandlungs- und Honorarbedingungen (AGB)
Psychotherapeutische Privatpraxis Raum zum Sein Berlin, Yvonne Irle
Archenholdstraße 2, 10315 Berlin
Stand: Juni 2026
1. Geltungsbereich
Diese Behandlungs- und Honorarbedingungen regeln die vertragliche Beziehung zwischen der Psychotherapeutin nach dem Heilpraktikergesetz und ihren Klient*innen.
Mit der Vereinbarung eines Termins sowie der Inanspruchnahme einer Leistung gelten diese Bedingungen als anerkannt.
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2. Gegenstand der Behandlung
Die Praxis bietet psychotherapeutische Beratung und Behandlung im Rahmen der fachlichen Qualifikation als Psychotherapeutin nach dem Heilpraktikergesetz an.
Art, Umfang, Frequenz und Dauer der Behandlung werden individuell abgestimmt und orientieren sich an der jeweiligen Situation, den Anliegen und den gemeinsam vereinbarten Therapiezielen der Klient*innen.
Psychotherapie ist ein individueller Entwicklungs- und Veränderungsprozess. Trotz sorgfältiger und fachgerechter Behandlung kann kein bestimmter Erfolg oder Heilungserfolg garantiert werden.
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3. Zustandekommen des Behandlungsvertrages
Ein Behandlungsvertrag kommt zustande, sobald ein Termin durch die Praxis bestätigt wurde.
Die Psychotherapeutin behält sich vor, eine Behandlung im Einzelfall abzulehnen oder zu beenden, sofern fachliche, organisatorische oder persönliche Gründe einer Fortführung entgegenstehen.
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4. Honorar und Zahlungsbedingungen
Für die erbrachten Leistungen wird das jeweils vereinbarte Honorar berechnet.
Die Rechnungsstellung erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben und den getroffenen Vereinbarungen.
Rechnungen sind innerhalb der auf der Rechnung angegebenen Zahlungsfrist ohne Abzug zu begleichen.
Die Erstattung von Behandlungskosten durch private Krankenversicherungen, Beihilfestellen oder andere Kostenträger liegt ausschließlich im Verantwortungsbereich der Klient*innen. Die Vergütungspflicht gegenüber der Praxis besteht unabhängig davon, ob und in welcher Höhe eine Kostenerstattung erfolgt.
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5. Terminvereinbarung und Ausfallhonorar
Die Praxis wird als Bestellpraxis geführt. Die vereinbarte Zeit wird ausschließlich für die jeweilige Patientin bzw. den jeweiligen Patienten reserviert.
Erstgespräch
Eine Absage oder Verschiebung des Erstgesprächs ist bis spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.
Bei einer Absage weniger als 48 Stunden vor dem Termin erfolgt keine Erstattung bereits geleisteter Zahlungen.
Wird das Erstgespräch ohne vorherige Absage nicht wahrgenommen, besteht ebenfalls kein Anspruch auf Erstattung.
Laufende Therapie- und Beratungstermine
Vereinbarte Termine können bis spätestens 24 Stunden vor Beginn kostenfrei abgesagt oder verschoben werden.
Bei einer Absage innerhalb von 24 Stunden vor dem Termin werden 50 % des vereinbarten Sitzungshonorars als Ausfallhonorar berechnet.
Wird ein Termin ohne vorherige Absage nicht wahrgenommen, wird das vollständige vereinbarte Honorar fällig.
Die Psychotherapeutin behält sich vor, in begründeten Ausnahmefällen ganz oder teilweise auf die Berechnung eines Ausfallhonorars zu verzichten. Ein Anspruch hierauf besteht nicht.
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6. Durchführung von Online-Sitzungen
Sitzungen können nach vorheriger Vereinbarung auch per Videosprechstunde durchgeführt werden.
Klient*innen tragen die Verantwortung für die technischen Voraussetzungen auf ihrer Seite, insbesondere für eine stabile Internetverbindung sowie eine vertrauliche und störungsfreie Umgebung.
Kann eine vereinbarte Videositzung aufgrund technischer Probleme auf Seiten der Klient*innen nicht durchgeführt werden, bleibt der Vergütungsanspruch grundsätzlich bestehen.
Kann die Sitzung aufgrund technischer Probleme auf Seiten der Praxis nicht stattfinden, wird ein Ersatztermin angeboten. Bereits geleistete Zahlungen werden auf Wunsch angerechnet oder erstattet.
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7. Mitwirkung der Klient*innen
Psychotherapie setzt die aktive Mitwirkung der Klient*innen voraus.
Klient*innen verpflichten sich, für die Behandlung relevante Informationen vollständig und nach bestem Wissen mitzuteilen sowie Veränderungen ihres Gesundheitszustandes, die für die Behandlung bedeutsam sein können, anzugeben.
Ton-, Bild- oder Videoaufzeichnungen von Sitzungen sind nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung der Psychotherapeutin zulässig.
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8. Vertraulichkeit und Schweigepflicht
Die Psychotherapeutin unterliegt den gesetzlichen und berufsrechtlichen Bestimmungen zur Schweigepflicht, insbesondere § 203 StGB.
Die Schweigepflicht beginnt bereits mit der ersten Kontaktaufnahme und erstreckt sich auf sämtliche Informationen, die der Psychotherapeutin im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit bekannt werden.
Eine Weitergabe personenbezogener Informationen an Dritte erfolgt ausschließlich mit ausdrücklicher Einwilligung der Klient*innen oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen beziehungsweise gesetzlich zulässiger Ausnahmen.
Zur Qualitätssicherung und fachlichen Weiterentwicklung können therapeutische Prozesse, klinische Fragestellungen oder Behandlungsverläufe im Rahmen von Supervisionen, Intervisionen oder fachlichem Austausch besprochen werden. Dies erfolgt ausschließlich unter Wahrung der Schweigepflicht und grundsätzlich in anonymisierter oder pseudonymisierter Form, sodass Rückschlüsse auf einzelne Klient*innen ausgeschlossen sein sollten.
Die Schweigepflicht kann dort ihre Grenzen finden, wo gesetzliche Offenbarungs-, Anzeige- oder Schutzpflichten bestehen. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn konkrete Hinweise auf die Planung schwerwiegender Straftaten vorliegen oder wenn die Offenlegung von Informationen zum Schutz höherrangiger Rechtsgüter, insbesondere von Leben, Gesundheit oder körperlicher Unversehrtheit, erforderlich erscheint.
Besteht eine akute Eigengefährdung und kündigt eine Klientin oder ein Klient suizidale Handlungen an, kann die Psychotherapeutin die zur Gefahrenabwehr erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Hierzu kann insbesondere die Kontaktaufnahme mit Notfalldiensten, behandelnden Ärzt*innen, benannten Notfallkontakten oder zuständigen Behörden gehören, sofern dies zum Schutz der betroffenen Person erforderlich erscheint.
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9. Dokumentation und Datenschutz
Die Behandlung wird entsprechend den gesetzlichen und berufsrechtlichen Vorgaben dokumentiert.
Personenbezogene Daten werden ausschließlich für Zwecke der Behandlung, Dokumentation, Terminverwaltung, Abrechnung sowie zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen verarbeitet.
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) sowie der Datenschutzerklärung der Praxis.
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10. Terminabsage durch die Praxis
Die Praxis behält sich vor, Termine aus wichtigem Grund abzusagen oder zu verschieben. Wichtige Gründe können insbesondere Erkrankung, technische Störungen, höhere Gewalt oder andere unvorhersehbare Umstände sein.
Bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall erstattet oder auf einen Ersatztermin angerechnet.
Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
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11. Haftung
Die Psychotherapeutin haftet für Schäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, soweit gesetzlich zulässig.
Die Haftungsbeschränkung gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie in den Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.
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12. Beendigung der Behandlung
Die Behandlung kann von beiden Vertragsparteien jederzeit beendet werden.
Bereits vereinbarte Termine unterliegen weiterhin den Regelungen dieser Behandlungs- und Honorarbedingungen, insbesondere den Bestimmungen zu Terminabsagen und Ausfallhonoraren.
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13. Schlussbestimmungen
Sollten einzelne Bestimmungen dieser Behandlungs- und Honorarbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.
An die Stelle der unwirksamen Regelung tritt die gesetzliche Regelung. Soweit keine gesetzliche Regelung besteht, gilt eine Bestimmung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung möglichst nahekommt.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.